Ueber 500.000 Freiwillige fuehrten die Volkszaehlung im ganzen Land durch, doch leider konnte das Projekt nicht abgeschlossen werden. Vor allem in laendlichen Gemeinden dauert die Zaehlung noch bis 4. November an.
Ob das Ergebnis des Zensus aber repraesentativ ist, bleibt offen, denn viele Haeuser wurden einfach nicht gezaehlt und es wird vermutet, dass Frageboegen von einigen Freiwilligen selbst ausgefuellt wurden. In den Strassen stand das Leben gestern still, es bestand Ausgehverbot von 8h morgens bis 18h abends.
Auch ich war von der Umfrage betroffen, da ich nachts zuvor auf einer Party eines Freundes war und dort übernachtet hatte. Und da Peru ja ein sehr korrektes und bürokratisches Land ist, durfte ich mich nicht davor drücken. Ich musste Fragen zu meiner Person an sich, Wohnort (bin ja hier offiziell nur Touristin...), Schulabschluss, Religionszugehörigkeit, etc. beantworten... alles halb so schlimm und prinzipiell eine gute Idee, aber da die Fragebögen von Minderjährigen Schülern ausgefüllt wurden, zweifel auch ich am Ergebnis


Nach über 2 Jahren ist es in Peru mal wieder soweit, am Sonntag findet die 11. Volkszählung und 6. Zählung von Wohnhäuser statt. 176 Jahre nach der ersten Volkszählung will Peru endlich seine Ureinwohner und ihre sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Eigenheiten statistisch erfassen. Auf der Grundlage des Zahlenmaterials sollen dann Förderprogramme für die weitgehend marginalisierten 65 Ethnien entwickelt werden. Von morgens 8h bis abends 18h besteht eine Ausgangssperre, Geschäfte, Märkte, Banken... alles bleibt geschlossen an diesem Tag. Schüler (!) wurden beauftragt von Haus zu Haus zu gehen und die 37 Fragen abzuhaken. Auf der Liste stehen Dinge wie: